© photo by Lt Thomas K. Aitken, Imperial War Museum

Bad Gandersheim
Zu Ehren all derer, die im großen Krieg ihr Leben ließen, besonders der Männer von Skegness und Bad Gandersheim
1914
Gustav Meier 11.8., Bruno Zimmer 22.8., Wilhelm Schrader 22.8., Wilhelm Bormann 26.8., Ernst Müller 12.9., Karl Wedemeyer 15.10., Ernst Heitmann 22.10., Wilhelm Fricke 28.10., Willi Fricke 18.11., Wilhelm Johannes 10.11., Gustav Heinemeyer 15.11., Wilhelm Schnelle 22.11., August Piel 24.11., 
Georg Behrens (vermisst / missing), Erich Binroth (vermisst / missing) 
1915
Karl Euling 2.1., Friedrich Ewig 16.2., August Klinge 16.2., August Hoppmann 20.2., Wilhelm Wehrstedt 28.2., August Sue 17.3., Georg Probst 20.5., Wilhelm Arnecke 24.5., August Wacker 26.5., Wilhelm Habenicht 28.5., Albert Gittermann 30.5., Karl Schnor 3.6., Hermann Nothdurft 13.6., August Nothdurft 18.6., Rudolf Brandt 6.7., Ernst Schmidt 14.7., Louis Detlof 21.7., Rudolf Schucht 24.7., Albert Karsten 6.8., Robert Gothe 8.8., Walter Breust 23.8., Karl Gerecke 23.8., Otto Bohnsack 30.8., Karl Bohnsack 24.9., Gunther Heydenreich 29.9., Willi Metje 29.9., Karl Richard 29.9., Gustav Beckmann 3.10., August Metje 3.10., Wilhelm Nothdurft 6.10., Karl Brinkmann 9.10., Walter Schulze 19.10., Otto Schulze 22.10., August Schünemann 2.11.
1916
August Angerstein 27.1., Hans Mollenhauer 15.3., Gustav Gothe 18.3., Ferdinand Wehe 24.4., Christian Friedrichs 27.5., Gerhard Druck 18.6., Hermann Bode 18.6., Max Knoke 19.6., Fritz Rowold 24.6., Wilhelm Schlimme 30.6., Otto Pages 1.7., Fritz Tiemann 1.7., Heinrich Röttger 22.7., Friedrich Frohns 18.8., Hermann Seidig 18.8., August Denecke 30.8., Wilhelm Riefling 16.9., Richard Eggers 14.6., Karl Hirschfeld 26.10., Hermann Schütte 11.12., Albert Schütte 23.12.,
Heinrich Schoenfeld (vermisst / missing)
1917
Gustav Meyer 5.2., Wilhelm Pinne 16.4., August Uhde 23.4., Hermann Fischer 22.7., Albert Schütte 26.7., Ernst Schnor 1.8., Robert Probst 29.8., Heinrich Severidt 29.9., Reinhold Bormann 4.10., Emil Bohnsack 4.10., Otto Zicfeld 4.10., Otto Schünemann 4.10., Willi Mehrmann 22.10., Wilhelm Brackel 29.11., Hermann Weber 1.12., 
Wilhelm Reinekirchen (vermisst / missing) 
1918
Wilhelm Kasten 13.1., Rolf Tacke 21.3., Karl Nienstedt 21.3., Friedrich Günther 23.3., Heinrich Grimme 4.4., Albert Frost 12.4., Ludwig Jänich 25.4., Otto Frost 27.4., Heinrich Elolf 27.4., Karl Bode 11.5., August Schrader 12.5., Albrecht Paare 2.6., Heinrich Müller 9.6., Otto Meinecke 9.6., Friedrich Binnewies 24.6., Ernst Keidel 2.8., Karl Nienstedt 20.8., Otto Ohms 31.8., Gustav Sieth 22.9., Ferdinand Kolle 15.10., Otto Grebe 19.10., Otto Schriever 27.10., August Weiberg 31.10., Wilhelm Post 31.10., Heinrich Jasper 4.10.,  Louis Brackebusch 29.10., 
Albert  Blomeyer (vermisst / missing),  Friedrich Gothe (vermisst / missing)
Skegness 
To honour all those who gave their lives in THE GREAT WAR, specially the men of Skegness and Bad Gandersheim
A Barley, Albert Hardy, Alfred White, Arnold Eagle, Arthur Overton, Charles Cyril Boyer, Charles Dunn, Charles Henry James Burrows, Charley William Moody, D C Forsyth, E M Lewis, E R Sellars, Edmund Thomas Marcel Hailwood, Egbert Edward Early, Eric Priestley Kaye, Ernest Edward Moody, F Sipling, Frederick Charles Overton, G A Forsyth, George Overton, George Percy Coverley, George William Cook, H Clark, H S Stamper, H Sewell, Harold Gillon, Harold Hill, Harry Bonnett, Henry Atkin, Henry Hawes Were, Herbert Anthony Atkinson, Herbert Borrell, Hilton Bernard, Hira Grunhill, J W Banner, James Arthur Crowson, James Henry Renshaw, John Henry Goude, John Henry Overton, John Platt, John Reuben Radley, John Richard Redford Brown, John Thomas Atkin, John William Dennis, John William Potter, Joseph Bonnett, Leonard Sharman, Oscar Harvey Peet, P B Giles, Percy John Wilkinson, Percy William Cook, Ralph Gordon Hill, Ralph Hill, Raymond Lilley, Reginald Sydney Hammerton, Reginald Wilkes Simpson, Robert Johnson Hill, S W K Smalley, Samuel B Northern, Samuel Wilkinson, Stanley Coetmore-Jones, Stephen Percy Hare, Thomas Victor James Eastwood, Tom Horwell, W Grunhill, W Simpson, Wallace Carmichael, Walter Percy Woods, William Overton, William Stanley Borman, William Tyler

Compiled by Byford.JOHN (MMXVIII) ©2018
Kindly supported by Sid Dennis & Sons LTD
KVV - Kur- und Verkehrsverein Bad Gandersheim
The Box“ wird zum Gedenkort
Erinnerung 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg: Namen der Gefallenen aus beiden Orten aufgelistet
Über Kunst lässt sich trefflich streiten. Das war im Vorfeld der Eröffnung der jüngsten Überarbeitung der aus Skegness als Kunstobjekt gespendeten und an der Stiftsfreiheit aufgestellten Telefonzelle aus England deutlich zu spüren. Kaum hatte Künstler John Byford als Initiator und Mentor des Projektes, das unter dem Titel „Two voices – zwei Stimmen“ steht, den Pinsel angesetzt, um das Gelb der Telefonzelle in ein Weiß zu verwandeln, setzten in manchen Kreisen die Diskussionen ein.
Vor allem darüber, warum man nicht alles so gelassen habe, man habe sich doch schon so an das Rot gewöhnt! Nein, kein Schreibfehler, es gab Einwürfe, die deutlich machten, dass den Diskutanten die tatsächliche Farbe der Zelle – ein knalliges Gelb – offenbar weniger bewusst war, als ihre einstig tatsächliche in England. Für John Byford ein weiterer Beweis dafür, dass es höchste Zeit war, etwas Neues mit dem Objekt anzufangen – nur dann sei die Aufmerksamkeit wieder zu wecken, die sich offenbar im Laufe der ersten drei Jahre, die die Zelle nun an der Stiftsfreiheit steht, doch ordentlich schlummern gelegt hatte.
Frischer Wind – pardon: frische Farbe also. Aber die sollte, so machte Byford bereits in einem exklusiven Interview mit dem GK deutlich und wiederholte dies bei der Einweihung, als Farbe des Friedens nur symbolisch mit der Neuausrichtung im Inneren harmonieren. Dort geht es ab jetzt ein Jahr lang um das Gedenken an ein schreckliches Jubiläum: Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg und hinterließ ein Millionenheer Gefallener. Darunter auch Menschen aus Bad Gandersheim und Skegness, die sich in den Gräben der Westfront gegenüberlagen.
„Niemand von ihnen wollte dort sein, niemand wollte sterben oder töten müssen, aber es gab keinen Ausweg“, so John Byford bei der Einweihung der Gedenkzelle. Kunst könne durchaus auch dem Zweck der Erinnerung an dieses Schreckensereignis dienen, so Byford weiter. Mit Unterstützung aus Bad Gandersheim war es ihm gelungen, die Namen der Gefallenen aus beiden Orten zusammenzutragen. Sie wurden alphabetisch auf einer Tafel zusammengefasst, die nun im Inneren der „Box“ – wie die Zelle ja auch genannt wird – aufgehängt ist.
Man kann eintreten, muss es aber nicht, um sie zu lesen. „Und dann findet man dort Wilhelms neben Williams bunt durcheinander, bei manchen Namen ist nicht einmal deutlich, ob es ein Gandersheimer oder Skegnesser war. Im Grunde waren sie alle gleich, egal auf welcher Seite sie starben, und das ist eine wichtige Erkenntnis“, so Byford weiter.
Der Künstler hatte sich vorab intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Auch aus seiner Familie war ein Vorfahr im Feld geblieben, zudem mit deutschen Wurzeln. Byford hat die Schlachtfelder der Westfront gesucht und noch runde 100 Jahre nach den mörderischen Grabenkämpfen die Erschütterung gespürt, die jeden angesichts des Massensterbens ergreifen müsse. Noch heute spüre er bei jeder Erinnerung an die Besuche dieses Gefühl, bekannte er in Bad Gandersheim.
Rund 25 Menschen wohnten in der vergangenen Woche der Einweihung des erneuerten Kunstwerkes bei. Darunter auch einige Besucher aus Skegness, die schon vor dem Altstadtfest angereist waren. Für sie gab es zudem am Montagmorgen einen besonderen Vortrag im Stadtmuseum, das sich bekanntlich in den vier Kriegsjahren jeweils 100 Jahre später mit den Ereignissen beschäftigt und weithin gelobte Sonderausstellungen organisiert hat. Die am Montagmorgen zudem mit englischem Dolmetscher aus Bad Gandersheim: Robert Leaman.
Eine weitere Veranstaltung ist im November rund um den Volkstrauertag bereits ins Auge gefasst, dann auch mit dem Bürgermeister aus Skegness als Gast, der zur Einweihung nicht kommen konnte. Die Telefonzelle als Gedenkstätte soll nun ein Jahr als Erinnerungsort fungieren. Im kommenden Spätsommer steht dann eine erneute Umarbeitung an. Mit neuer Farbe! Man darf weiter gespannt bleiben.